Nachhaltige Unternehmensnachfolge

Jänner 2017 | Detailinformation | Autor: Dipl. Vw. Wolfgang Quantschnigg

QUANTSCHNIGG’S ADVISORY FOR CREATING SUSTAINABLE VALUE

Als Pionier und weitsichtiger Unternehmer haben Sie ein erfolgreiches, im Markt etabliertes Unternehmen aufgebaut und wollen zeitgerecht eine für die Firma tragfähige Nachfolgeregelung einleiten. Innerhalb der Familie finden Sie keinen geeigneten Nachfolger und suchen nach Alternativen. Es geht um eine weitreichende Weichenstellung, die neben allen wirtschaftlichen Aspekten mit vielen Emotionen verbunden ist: Auf dem Spiel steht die Zukunft Ihres Lebenswerkes.


Die Voraussetzungen für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung sind vielfältig. Zu nennen sind etwa Managementkompetenz, richtige Produkt-/Marktstrategien, attraktives Marktpotenzial oder leistungsfähige Produktion.

Ein Kernaspekt aber wird häufig unterschätzt, nämlich die Struktur und der „Geist“ des Gesellschafter-/Aktionärskreises. Es ist entscheidend, dass die strategische Ausrichtung des Unternehmens von den Gesellschaftern mitgetragen wird. Es ist entscheidend, dass die Umsetzung unternehmerischer Visionen nicht durch Konflikte innerhalb des Gesellschafterkreises blockiert oder maßgeblich verzögert wird.


Zur Debatte stelle ich daher drei Möglichkeiten mit Private Equity.


Private Equity ist zur Veranlagung bereitstehendes Kapital – im Wesentlichen von Pensionsfonds, aber auch aus Bankreserven und Family Offices – das nicht in Aktien oder Bonds, sondern direkt in Industrieunternehmen veranlagt wird. Als Bindeglied treten Management-Gesellschaften auf, denen durch viele Investments ein riesiger internationaler Erfahrungsschatz innewohnt.

MANAGEMENT-BUY-OUT

Der Verkauf an das Management und einen Finanzpartner ermöglicht eine überzeugende Gesamtlösung. Käufer ist die Private Equity Gesellschaft mit dem Management Ihres Vertrauens, das Sie früher selbst ausgewählt haben.

Materiell erhalten Sie einen fairen Preis für Ihre bisherige unternehmerische Leistung. Zudem sichert eine solche Lösung die Unabhängigkeit und die Dynamik Ihrer Firma.

Und schließlich müssen Sie interessierten Dritten und Konkurrenten keine sensiblen Firmeninformationen offenlegen.

ICH MEINE:

Das Management-Buy-out (MBO) ist eine Sonderform der Firmenakquisition. Nicht ein externer Dritter, sondern das bisherige Management tritt als Käufer auf. In größeren Transaktionen muss das Management aber einen externen Partner beiziehen, zum Beispiel Private Equity, da normalerweise eigene Privatmittel beschränkt sind.


Die wachsende Bekanntheit und die Vorteile des MBO für Käufer und Verkäufer haben in den letzten Jahren eine starke Zunahme dieser Art des Firmenverkaufs bewirkt. Neben ihren positiven einzelwirtschaftlichen Wirkungen führen MBOs in der Regel auch durch die Vereinigung von Arbeits- und Kapitaleinsatz beim Management zu erhöhter unternehmerischer Effizienz und Leistungsfähigkeit.

Ihnen als Unternehmer und Verkäufer bringt der Private Equity Partner in einem sachlichen Gespräch die Merkmale sowie die Vor- und Nachteile einer MBO-Lösung näher. Ebenso skizziert er Ihnen die Mechanik eines soliden Finanzierungskonzepts, sodass Sie überzeugt sein können, dass sich Ihr Management nicht übernimmt und der Bestand Ihrer Firma nicht gefährdet ist. Der Private Equity Partner engagiert sich selbst als risikotragender Partner und leistet Gewähr für eine gute und tragfähige Lösung.


Dem Managementteam bietet der Private Equity Partner eine umsichtige Beratung bei der Organisation und Durchführung des Firmenkaufes, der infolge die Investition des Private Equity Partners eine Gesellschafter-/Aktionärs- und Kapitalpartnerschaft ergeben wird.


Der Private Equity Partner setzt sich intensiv mit dem Businessplan auseinander, hinterfragt ihn und macht auf Risiken aufmerksam, bevor man sich gemeinsam auf eine Strategie einschwört. Dadurch kann das Unternehmen bewertet und ein fairer Preis ermittelt werden. Gemeinsam wird die rechtlich und finanziell optimale Transaktionsstruktur erarbeitet – als Basis für eine solide und erfolgreiche Partnerschaft.


ZUSAMMENGEFASST:

Vorbereitung, Strukturierung und Durchführung von MBOs sind anspruchsvoll und erfordern eine spezielle Vorgehensweise, professionelle Beratung und umsichtige Begleitung – und zwar für das Management wie auch für den Verkäufer. Der Private Equity Partner verfügt über das notwendige Know-how und praxiserprobte Erfahrung mit erfolgreichen MBOs.

MANAGEMENT OF CHANGE – AUCH INNERHALB DES GESELLSCHAFTERKREISES

Verschiedene Beweggründe können zu einer Neuausrichtung des Gesellschafterkreises führen:

Das heißt, ein oder mehrere Gesellschafter wollen oder sollen ihre Anteile veräußern, und zwar an die übrigen Gesellschafter. Eine solche Veränderung ist eine wichtige Weichenstellung in der Unternehmensentwicklung. Deshalb muss dieser Prozess so umsichtig wie möglich gestaltet werden, damit er zu einer neuen, nachhaltigen Lösung führt.


Falls größere Gesellschafteranteile angeboten werden oder wenn die Firmenbewertung hoch ist, sind die verfügbaren Geldmittel der kaufwilligen Gesellschafter oft zu gering, und eine hohe private Kreditfinanzierung ist wenig empfehlenswert.


Oft kann mit den vorhandenen finanziellen Ressourcen nur ein Teil der zur Diskussion stehenden Gesellschaftsanteile erworben werden. Es bleibt ein substanzielles Minderheitspaket, das an einen Dritten abgegeben werden muss. Eine beschränkte Kapitalöffnung bietet sich als Lösung an.

ICH MEINE:

Sie als Minderheitsgesellschafter suchen einen ganz bestimmten Gesellschafterpartner.

Er soll Ihre strategische Autonomie weiterhin gewährleisten, gleichwohl unternehmerisch mitdenken und die zukünftige Unternehmensentwicklung mit Ihnen zusammen unterstützen. Sie wollen nicht nur eine finanzielle Lösung für den Kauf von Gesellschaftsteilen, Sie suchen auch eine gute und vertrauensvolle Partnerschaft.


Vielleicht ist es sinnvoll, gleichzeitig mit der Neustrukturierung des Gesellschafterkreises auch die Kapitalbasis Ihres Unternehmens zu stärken bzw. dem Unternehmen zusätzliches Kapital für die Förderung der weiteren Wachstumsdynamik zuzuführen.


Gemeinsam mit Ihnen erarbeitet der Private Equity Partner ein Ihrem Unternehmen angemessenes Beteiligungsmodell, das sowohl Ihre Interessen als auch einen allfälligen Kapitalbedarf der Unternehmung berücksichtigt. Die strategische Ausrichtung für die nächsten Jahre wird festgelegt, Varianten für den späteren Ausstieg des Private Equity Partners werden besprochen – mit der Einigung auf eine tragfähige Lösung.


ZUSAMMENGEFASST:

Vielleicht wird aus der kleinen Kapitalöffnung eine große. Dann nämlich, wenn ein für das Unternehmen wichtiger strategischer Partner nach einigen Jahren das Paket des Private Equity Partners übernimmt. Vielleicht möchten Sie später mit dem Private Equity Partner zusammen das Unternehmen verkaufen. Die Partnerschaft soll für alle Beteiligten attraktive Lösungen ermöglichen. Win-win lautet die Devise.

GOING-PUBLIC / IPO

Die Kapitalöffnung ermöglicht neue Dimensionen – bei Nachfolgeregelung/Aktionärskreis, rechtlicher Unabhängigkeit, in der Finanzierung, dem internationalen Ansehen etc.

Andererseits stellt eine Börseneinführung hohe Ansprüche und birgt mitunter Risiken. Derjenige, der den entscheidenden Schritt zur Publikumsgesellschaft wagt, überschreitet eine qualitative Schranke: Sich und seine gesamte Organisation verpflichtet er zu Publizität und Spitzenleistungen. Seine Ergebnisse setzt er permanenter öffentlicher Bewertung aus.

ICH MEINE:

Der Unternehmer, der gewillt ist, diese große Herausforderung anzunehmen, hat auch den optimalen Zeitpunkt und die Börse zu bestimmen. Er muss unter anderem abwägen, wie er die Firma auf das Going-public vorbereiten will, um die Chancen des langfristigen Erfolges zu verbessern. Zum Beispiel durch:

All das können Erfolgsfaktoren sein. Solche Vorbereitungsmaßnahmen brauchen Zeit, dürfen aber nicht dazu führen, dass man den richtigen Zeitpunkt verpasst. Den optimalen Zeitpunkt zu wählen, heißt auch, darauf zu verzichten, zu einem zu frühen Zeitpunkt „public“ zu gehen – zu finanziell weniger günstigen Bedingungen.


Deshalb: eine Partnerschaft für ein optimales Going-public. Denn der Private Equity Partner ermöglicht Ihnen, Ihr Going-public zum optimalen Zeitpunkt und zu den bestmöglichen Bedingungen durchzuführen. Zu diesem Zweck beteiligt sich der Private Equity Partner einige Zeit vor einer geplanten Publikumsöffnung als Aktionär oder Gesellschafter an Ihrem Unternehmen. Der Beteiligungserwerb erfolgt zu wirtschaftlich angemessenen Bedingungen, welche auch das Zukunftspotenzial Ihres Unternehmens berücksichtigen.

Mit den Mitteln aus einer Kapitalerhöhung vollenden Sie die angebahnte Expansion oder Sie erhöhen durch eine Firmenübernahme Ihren Marktanteil auf einen Schlag. Dies wird im zukünftigen Pricing beim Going-public entsprechend honoriert werden.


Als Beteiligungspartner von Unternehmen, die den Schritt an die Börse gewagt haben, verfügt der Private Equity Partner über Erfolgserfahrung. Gemeinsam wird das Going-public-Konzept durchdacht, denn der Private Equity Partner ist enger, mittragender Partner während der sehr intensiven Vorbereitungszeit. Als Profi stellt er sicher, dass Sie von der einführenden Bank tadellose Unterstützung erhalten.


ZUSAMMENGEFASST:

Auch hier rechnen beide Seiten mit einer Win-win-Situation: Sie geben einen Teil Ihres Kapitals aus der Hand, aber die Mehrheit, die Sie behalten, ist nach dem Going-public ein Mehrfaches wert. Auch die Investition des Private Equity Partners soll dabei ein gutes Geschäft sein: Aus eigenem Interesse sorgt er dafür, dass Ihr Going-public optimal gelingen wird.


Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Wolfgang Quantschnigg




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