Quantschnigg’s Advisory for Creating Sustainable Value

Dipl. Vw. Wolfgang Quantschnigg im Gespräch über die Zusammenarbeit von Mittelstandsunternehmen und Private Equity Fonds.

Mittelstand und Private Equity? Der konstruktive Dialog entscheidet.

Mittelständische Unternehmen haben hohen Finanzierungsbedarf. Die klassischen Bankverbindungen reichen längst nicht mehr aus. Gegenüber dem Finanzierungsinstrument Private Equity halten sich Abwehrmechanismen vieler Familienunternehmer hartnäckig. Diese sind nicht nur emotional begründet. Was aber ist es, das den Mittelstand bei Private Equity zögern lässt?


Für das mittelständische Familienunternehmen war der klassische Bankkredit über Jahrzehnte die bevorzugte und oft einzige Finanzierung. Diese aber wird immer schwieriger, auflagenintensiver und greift meist zu kurz bei den notwendigen strategischen Maßnahmen. Denn heute sieht sich der Unternehmer einer massiven Banken-Konsolidierung, Basel II-Anforderungen oder Mezzaninkapital-Rückzahlungen ausgesetzt. Das alles bei gleichzeitig geringem Eigenkapital, bedingt durch die Finanzkrise. Vor diesem Hintergrund sollte privates Beteiligungskapital (Private Equity) zur Zukunftssicherung und zur Finanzierung der weiteren Unternehmensentwicklung hoch im Kurs stehen. Möchte man meinen.


Dipl. Vw. Wolfgang Quantschnigg aber weiß aus jahrzenhntelanger Erfahrung, dass sich hier Zurückhaltung stärker hält als anderswo: „Beim Thema Private Equity registrieren wir immer wieder grundlegende Informationsdefizite. Wäre der Wissensstand auf der Unternehmerseite höher, würde es etliche Fehlurteile und Missverständnisse gar nicht geben und gerade der Mittelstand würde von den Möglichkeiten mit Private Equity deutlich profitieren.“


Wolfgang Quantschnigg versteht sich als Mediator zwischen Mittelstandsunternehmen und Private Equity. Sein Ziel ist, „Transparenz in das Thema zu bringen, anspruchsvolle Visionen und Ziele zu ermöglichen und damit hohen unternehmerischen Mehrwert zu schaffen“. Sein Wissen und seine Erfahrung basieren auf der Umsetzung von vielen erfolgreichen Private Equity und M&A Projekten. Einen Arbeitsschwerpunkt bildeten vor allem Industrie-Restrukturierungen. Wichtig für ihn ist in jedem Fall, festzuhalten, dass Private Equity ausschließlich mit Seriosität, Erfahrung und Strategie agiert. „De facto gehen Beteiligungsgesellschaften eine Partnerschaft nur mit gut geführten, entwicklungsfähigen Unternehmen ein, deren Management überzeugende Qualitäten mitbringt.“


Zukunftsorientierung und Dynamik sind es, die attraktive Unternehmen kennzeichnen, weiß Wolfgang Quantschnigg: „Eine klare Wachstumsstrategie und erkennbares Potential auf internationalen Märkten – das sind die Anforderungen, die an das Unternehmen gestellt werden.“ Und Unternehmer, die diese Messlatte kennen, „werden Private Equity nicht automatisch als Attacke auf ihr Selbstwertgefühl empfinden, sondern sich im Gegenteil in ihren Fähigkeiten bestätigt fühlen“, entgegnet Wolfgang Quantschnigg auf die Frage nach den Vorbehalten und Ablehnungen.


Wesentlich ist Engagement und Entscheidungskraft, wenn Beziehungen zwischen Familienunternehmen und Private Equity erfolgreich aufgebaut werden sollen. Wolfgang Quantschnigg stellt mit der Erfahrung aus vielen Projekten drei wesentliche generelle Handlungsmaximen für Private Equity Gesellschaften auf:

  1. Das Bestreben beider Parteien sollte eine „Win‐Win Situation“ sein. Deshalb ist eine sensible Verhandlungsführung, in der von Anfang an eine partnerschaftliche Beziehung hergestellt wird, von erfolgsentscheidender Bedeutung.
  2. Private Equity Experten sollten ein Unternehmen nicht nur anhand von Zahlen analysieren, sondern sich ein ganzheitliches Bild vom Unternehmen machen, also auch kulturelle und qualitative Aspekte integrieren, beispielsweise das Ansehen als Arbeitgeber oder die Zuverlässigkeit als Geschäftspartner.
  3. Beteiligungsgesellschaften sollten den Faktor soziale Kompetenz nicht unterschätzen und dies bereits beim Rekruting neuer Mitarbeiter berücksichtigen. Auch Techniken wie Konfliktmanagement und Verhandlungsführung sollten Privat Equity Anbieter ihren Mitarbeitern gezielt vermitteln.

Für den Unternehmer sind die folgenden Punkte grundsätzlich entscheidend:

  1. Das Handeln von Private Equity Gesellschaften ist von einer mittel- bis langfristigen Renditeorientierung mit einem Zeithorizont von bis zu zehn Jahren motiviert.
  2. Die Verknüpfung von Eigenkapital und Mitspracherechten zählt für den Private Equity Anbieter zu den Selbstverständlichkeiten.
  3. Mitarbeiter von Beteiligungsgesellschaften sind gewöhnt, Entscheidungen im Team zu diskutieren. Die Verantwortung verteilt sich im Management je nach Aufgabenbereich auf mehrere Köpfe. Ziel ist weiters, das Management am Gesellschaftskapital teilhaben zu lassen.

Mit diesem Maßnahmen‐Katalog stellt Private Equity für die Unternehmen heute insbesondere im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit Banken eine zunehmend wichtige Finanzierungsquelle dar. „Denn nur mit einer ausreichenden Eigenkapitaldecke ist es ihnen möglich, erstens in die Entwicklung neuer innovativer Produkte zu investieren und zweitens eventuell notwendige Internationalisierungen zu finanzieren. Auch zur generellen Zukunftssicherung eines Familienunternehmens bis zum Übergang auf die nächste Generation kann privates Beteiligungskapital ein wichtiger Baustein sein“, sagt Wolfgang Quantschnigg und resümiert: „Es lohnt sich für Unternehmer wie für Kapitalgeber, gegenseitige Vorbehalte und Klischees abzubauen, aufeinander zuzugehen und zu einem offenen Dialog zu finden.“


Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Wolfgang Quantschnigg



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